Dienstag, 7. Juli 2015

Verkehr im Kreis 5



Die Pfingstweidstrasse, die wichtigste Verkehrsachse von Zürich West durchschneidet und zerteilt den Kreis 5.
In diesem ersten Bild kann man gut sehen, dass diese Strasse grösstenteils geradlinig verläuft. Zudem handelt es sich hierbei um eine 5-spurige Strasse. Drei Spuren führen von Zürich West weg und zwei ins Stadtinnere. Dies ist vermutlich so gewählt worden, um den Transport so gut als möglich zu vereinfachen. Die Anzahl Spuren wurde vermutlich so gewählt, da es wichtiger ist das Gut so sicher und so schnell wie möglich aus der Stadt zu transportieren und zu exportieren.

https://www.dropbox.com/home?preview=DSC_0132.JPG
Auf dem zweiten Bild hier sieht man gut, welche Lösungen für den Langsamverkehr getroffen wurden. Einerseits gibt es eine Tramlinie die parallel zu Pfingstweidstrasse verläuft, andererseits wurden die Trottoirs so verbreitert, dass sowohl Fussgänger, als auch Velofahrer darauf Platz finden.

https://www.dropbox.com/home?preview=DSC_0127.JPG 
Zudem wurden sicher alle 250 Meter Fussgängerstreifen erstellt, die mit Signalanlagen versehen sind, für ein sicheres Überqueren der Strasse.

https://www.dropbox.com/home?preview=DSC_0128.JPG
https://www.dropbox.com/home?preview=DSC_0134.JPG 
Für den Langsamverkehr wurde zudem noch eine Brücke errichtet, welche das Überqueren der Strasse um einiges erleichtert.

https://www.dropbox.com/home?preview=DSC_0131.JPG 
Natürlich hat man auch versuch diese Hauptverkehrsachse ein Bisschen natürlicher, wohnlicher und schöner zu gestallten. Dies wurde durch viele angepflanzte Bäume in der Stassen Insel und auf den Trottoirs erreicht. Zudem ist die Brücke für die Überquerung der Strasse und architektonisches Schmuckstück, welches einem sofort ins Auge springt.


Umnutzung - Zürich West

In Zürich West gibt es nur noch einen Industrie-Betrieb. Ansonsten ist alle andere Industrie ausgelagert oder aufgegeben worden. Nachdem sich die Industrie aus den Gebäuden zurückgezogen hat, sind sogenannte Industrie-Branchen entstanden. Diese sind mit der Zeit umgenutzt worden.
  


 Hier ein paar Beispiele zur Umnutzung der Industrien in Zürich West:   


Dieses Bild entstand im Schiffbau;

Im Jahr 2000 wurde der Schiffbau im Gebiet Escher-Wyss unverzichtbarer Bestandteil des Schauspielhauses. An drei Tür an Tür gelegenen Räumen werden regelmässig Vorstellungen angeboten. Seit seiner Umgestaltung 2009 lädt auch das grosszügige Foyer zum Sitzen und Verweilen ein. 
Die denkmalgeschützte Industriehalle, in der einst Schiffe gebaut wurden, wurde zwischen 1996 und 2000 von den Architekten Ortner&Ortner umgebaut. Probebühnen, Werkstätten und Büros des Schauspielhauses befinden sich im Schiffbaz, ebenso das Restaurant LaSalle, die NietturmBar sowie der Jazzclub Moods. Auch für Vermietungen, Events und Ereignisse wie das jährliche Schiffbau-Fest steht die Schiffbauhlle zur Verfügung. Ab 01.01.2011 übernahm die neu gegründete Schiffbau Immobilien AG, an der die Stadt mit zwei Dritteln, die Schauspielhaus Zürich AG mit einem Drittel beteiligt sind, als neue, wirtschaftlich unabhängige Trägerschaft den Schiffbau und garantiert damit dessen Fortbestand als Schauplatz für zeitgenössisches Theater.

Quelle: 

http://www.schauspielhaus.ch/haus-service/spielstatten/schiffbau







Ein weiterer Beispiel ist das Puls 5




Die Maschinenfabrik Escher Wyss zog Ende des 19. Jahrhunderts vom Neumühlequai am Stampfenbach nach Zürich West. Die Fabrik wurde in einer Nachbarschaft gebaut wo noch viel Wiesland und Sumpf war. Das war ein Impuls, auf dem ganzen Land begann man weitere Fabriken zu bauen. Die einen Namen und Produkte sind zum Teil noch heute bekannt: Steinfels Seifen, Schöller Textilien, Carba Gas oder Maag Zahnräder.
DIe Maschinenfabrik Escher Wyss erbaute Giessereihalle einen Mittelpunkt des Geschehens dar. Bis zum Ende des Industriezeitalters wurde in der Giessereihalle in schweisstreibender Arbeit Eisen gegossen und weiterverarbeitet. 1975 wurden die Hochöfen ausgeschaltet. Danach wurde die Halle als ein Lagerort benutzt.
Puls 5 lässt die Giessereihalle wieder auferstehen. 


Puls 5 ist einer der neuesten Umnutzungen in Zurich West.

Wenn die Schweizer Wirtschaft boomt, dann hier. Hier findet man also nun hoffnungsvollen Start-up Unternehmen bis zu internationalen Headquarters: Wer etwas auf sich gibt, siedelt sich also hier an. Heute wachsen wieder neue Gebäude aus dem Boden, die Nachbarschaft ist voller Leben, das einstige neue Industriequartier wird zum neuen Trendquartier für Wohnen, Arbeiten, Lernen, Einkaufen, Kultur und Freizeit. Und in Zukunft wird sich sicherlich noch vieles in Zurich West ändern.

Quelle: 

http://www.puls5.ch/puls-5/die-geschichte.html


Öffentliche Räume in Zürich West

Das Quartier Zürich West war einst ein Industriegebiet am Rande von Zürich.
Heute ist es ein Wohn- und Dienstleistungsquartier im Zentrum der Stadt. Während einer Besichtigung suchte ich nach Räumen inmitten von alten und neuen Gebäuden, in welchen man sich erholen und verweilen konnte. Es sind Plätze ohne kommerziellen Hintergedanken.
Sie sind meist im Zusammenspiel mit der Umgebung. Ich fand Räume inmitten von moderner Architektur, wie auch solche, die im Einklag mit alten Industrieüberbleibsel stehen.



Puls 5







Turbinenplatz


















Der Turbinenplatz bietet einen ruhigen und zentralen Ort der Erholung. Man ist umgeben von Natur und Moderne. In der Nähe des Platzes findet man den Technopark der ETH, sowie das Toni-Areal.
Der Puls 5, den man unmittelbar neben dem Turbinenplatz findet, bietet unzählige Möglichkeiten und Aktivitäteten an. Das Gebäude war einst eine Giessereihalle. Das eiserne Gerüst der Halle findet sich immernoch, wo es seit Jahrzehnten ist.


Schiffbau






Beim Schiffbau wurden, wie der Name schon sagt Schiffe gebaut. Heute ist er der Öffentlichkeit zugänglich. Das Theater, welches durch das Schauspielhaus Zürich geleitet wird, ist sicher einen Besuch wert. Man kann aber, auch hier, nur für einen Kaffee oder ein kühles Getränk verweilen und das Stadtleben geniessen.

 
Prime Tower


















Der Prime Tower ist das höchste Gebäude in Zürich und das Zweithöchste in der Schweiz. Es ist das Prunkstück des Quartiers. Das ganze Areal um das Hochhaus ist ein Sinnbild für die zukunftsgerichtete Atmosphäre, die man in Zürich West findet. Aber auch hier gibt es Orte der Ruhe und der Natur. Man kann sich, inmitten von moderner Technik und Architektur erholen und den imposanten Prime Tower bestaunen.

Montag, 29. Juni 2015

Die Geschichte der Färberei Weidmann

    Ihre Geschichte im Überblick 
Friedrich Weidmann übernahm das Areal 1840 von der Firma "Joseph Hotz zur Seehalden" und gründete "Friedrich Weidmann, Färberei".
Der handwerkliche Betrieb speziallisierte sich auf die Färbung von Textilien,
bis er dann, dank der Verwendung von Anilinfarben, sich zu einer industriellen Fabrik weiterentwickeln konnte. Die Fabrik wuchs und wurde 1907 zu einer Aktiengesellschaft. 
1933 fusionierte die Färberei mit der "Seidenstoffappretur Zürich AG" und der "Stückfärberei Zürich AG" zur "Vereinigte Färbereien & Appretur AG Thalwil und Zürich".
1974 wird die WT Wäscherei Thalwil AG angegliedert.  Im Jahr 2003 wurde der Betrieb entgültig geschlossen.

Wirtschaftliche Aspekte
Die Fabrik lieg direkt am Zürichsee, an der Seestrasse und ist nahe beim Bahnhof Thalwil. Es finden sich also drei excellente Transportwege in unmittelbarer Nähe um ihre Produkte in die Regionen der Ostschweiz zu transportieren. Auch konnte der See als Energiequelle genutzt werden.
Im Verlauf ihrer Geschichte erweiterte die Firma ihre Produkte. Die Firma zählte im Jahr 1870 140 Beschäftigte und hatte einen Gebäudewert von 70'000 Franken. 1901 zählte sie schon 815 Arbeiter und hatte einen Gebäudewert von 1'200'000 Franken. (Ob der Preis für die Gebäude an die Preisveränderung angepasst wurde ist nicht bekannt. Man kann aber davon ausgehen, dass es sich um die damaligen Preise handelt, da 1.2 Millionen in der heutigen Zeit sehr wenig sind für einen Industriekomplex.)
Obwohl die Färberei Weidemann zu einer Aktiengesellschaft wurde, sowie stetiges Wachstum und Erweiterungen genass, gab es auch miserabele Kapitel in ihrer Geschichte. 1867 musste der Betrie Konkurs anmelden. Auguste Weidmann, des Sohn des Gründers und Julius Schwarzenbach übernahmen die Firma und gründeten die "Schwarzenbach & Weidmann, Seidenfärberei".

Heute 
2006 begann man den Prozess der Umnutzung.
Das ehemalige Industriegebiet wurde vollständig in ein Wohn- und Dienstleistungsquartier umgebaut. Einige Gebäude des Areal wurden vollständig restauriert, renoviert und mit moderner Architektur fusioniert. 


19. Jahrhundert
frühes 20. Jahrhundert
spätes 20. Jahrhundert
Heute


Quellen: Archiv Thalwil, Admin.ch, http://www.faerberei-areal.ch/de/home.html

Oetiker AG

Die Oetiker AG wurde 1942 von Hans Oetiker in Horgen gegründet. Hans Oetiker erfand und entwickelte die erste Ohrklemme.


undatierte Aufnahme aus den 50er oder 60er Jahren   Quelle: http://www.oetiker.com/de
 
1959 eröffnete die Firma eine Verkausniederlassung in Österreich. Seither hat die Firma auf der ganzen Welt weitere Filialen eröffnet.

 
Heute ist die Oetiker AG weltweit tätig mit Produktionsgesellschaften in der Schweiz, Deutschland, Spanien, USA, Kanada, China, Indien, Schweden und Litauen, sowie Handelsgesellschaften in Holland, Grossbritannien, Tschechien, Ungarn, Österreich, Frankreich, Brasilien, Hong Kong und Japan.
Quelle: http://www.oetiker.com/de

Die Firma produziert heute neben der Ohrklemme weitere Klemmen, Schellen und Ringe zum befestigen von Schläuchen und Rohren.

Die Oetiker AG hat ausserdem zwei Tochtergesellschaften, die zur Oetiker-Gruppe gehören. die erste Tochtergesellschaft, die Rostra Tool Company, entwickelt und produziert spezialisierte Handwerkszeuge für den Sanitär-, Auto- und Elektronikmarkt. Die zweite Tochtergesellshaft, die Levi Peterson Gruppe, entwickelt und produziert Stahlbänder und Klemmen.

2014 beschäftigte die Firma 1400 Angestellte weltweit. Der Hauptsitz ist seit 1942 Horgen geblieben. Die Anlage ist seither jedoch ausgebaut worden, wie man auf den Karten unten erkennen kann.



Quelle: https://map.geo.admin.ch  

Firmengeschichte der SSM


SSM ist ein Zusammenschluss aus drei Unternehmen, nämlich aus Schärer, Schweiter und  Mettler. Die SSM verfolgt eine 300 Jahre alte Tradition des Maschinenbaus für die Textilwelt.

1855 bauten Jean Schweiter und Heinrich Schrader eine der ersten Spulmaschinen. 40 Jahre später waren sie schon eine Maschinenbaufirma. Weitere 10 Jahre vergingen und eine Erfindung des horizontalen Spinnwechsels brachte weltweite Anerkennung. 1912 wurde dann die Schweiter AG gegründet. Erst 70 Jahre später wird Schweiter an der SWX notiert. 1989 entstand die SSM AG und noch im selben Jahr erfolgte die Gründung der Schweiter Technologies als Holding. Nur 10 Jahre darauf wurden zwei deutsche Firmen dazugekauft, nämlich Stähle Eltex und Hacoba Spultechnik. Schon 4 Jahre  darauf wurde die erste SSM in China eröffnet und vor 3 Jahren kaufte die SSM die italienischen Firma Giudici S.p.A..

Grossen Erfolg erzielt die SSM durch ausgezeichnete Kundenbeziehungen. Zudem werden diverse Kundenideen so gut wie möglich umgesetzt, um deren Ansprüche so gut wie möglich gerecht zu werden.










Alle Textilmaschinen wurden im eigenen Hause entwickelt. Zudem werden sie dort hergestellt und vertrieben. Ihre hohe Qualität ist der ständigen Verbesserungen der Produkte zu verdanken. Zu alle dem noch hat die SSM ein Patent für eine Spule mit hoher Ablaufgeschwindigkeit und Qualität.

Die SSM ist weltweit agierend und zusätzlich Marktführer in Spultechnologien für Textilmaschinen. Beinahe 100 Prozent ihres Umsatzes erzielen sie im Ausland und sind zudem schon in 62 Ländern vertreten.

Die SSM befindet sich wie zu ihrer Gründungszeit immer noch am Bahngeleise des Horgen Oberdorf Bahnhofs. Dieser Standort wurde vermutlich so gewählt, da sich hier die Bahnlinie befindet, die Zürich mit Luzern verbindet und somit eine Hauptverkehrsachse darstellt. Früher war dies sicher sehr praktisch für das errichten einer Industrie, doch heute werden die Produkte nur noch mit den Lastwagen abgeholt und nicht mehr mit dem Zug.
Ein weiterer Vorteil dieses Standortes ist, dass sich wenige Häuser bzw. Wohnungen befinden, deren Bewohner sich durch den Anlieferungslärm gestört fühlen könnten. Obwohl eigendlich von einem Arbeitslärm kann definitiv nicht gesprochen werden, denn man hört im Horgen Oberdorf nur die Züge in den Bahnhof ein und ausfahren.

Wir danken der SSM von ganzem Herzen für die super Führung, an der  wir teilnehmen durften.

Quellen:
http://www.schweiter.ch/ 
SSM Marketing Service (PowerPoint)
http://www.ssm.ch/media/ssmfront/ssm1.jpg 










Poster Toni-Areal